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Apr. 13th, 2009

ballon

wah, ostern!

Okay, es ist erwiesen, meine Bloggerqualitäten sind nicht vorhanden! Ich bin gerade sehr im Stress, tut mir leid, Ende der Woche ist eine der deutschen Hausarbeiten fällig und bei den Seminaren hier hinke ich grad auch schon hinterher... Ausführliches und Neues wird also gerade mal aufgeschoben und folgt demnächst :)

Mar. 15th, 2009

ballon

who wants to sleep in a city that never wakes up

Ein Monat in Buenos Aires schon rum! Und es ist ätzend, dass ich so lange nichts mehr geschrieben habe, weil jetzt natürlich wieder so viel nachzuerzählen ist, dass man das nie im Leben alles in ein Update packen kann, geschweige denn lebendiger als eine Stichpunktliste gestalten kann.

Trotzdem ein kleiner Zeitraffer: Wir haben unsere Visa (es hatte was vom rosa Passierschein 21 A bei Asterix & Obelix), wir sind eingeschrieben (was zusätzlich zu 100 Euro Matrikelgebühr 265 Euro pro Modul kostete, anstatt einmalig, wie ursprünglich gedacht), wir wohnen beide in WG-Zimmern, und morgen geht für uns beide die Uni los.

An der Stelle enden die Gemeinsamkeiten, denn während Simon wie üblich den wohntechnischen Volltreffer gelandet hat, habe ich eher daneben gegriffen und muss Ende des Monats noch einmal umziehen. Ich wohne in einem schön geräumigen Zimmer in einer altmodischen, niedlichen, hellen Maisonettewohnung mit dem gemütlichsten Bett der ganzen Welt... aber leider ist meine präsenteste Mitbewohnerin (die anderen beiden sind zwei nette Mädels, nur leider kaum da) meine sechzigjährige Vermieterin, die direkt neben mir wohnt, und unser beider Zimmer haben nur Türen/Fenster auf das Wohnzimmer, das sowas wie ein geschlossener Patio ist, der groß und hallend und hellhörig ist und zudem auch noch Küche, Badtür und Esstisch beinhaltet. Das heißt im Klartext, dass meine Privatsphäre sich auf meine geschlossene Glastür mit Vorhang beschränkt und akustisch sehr schnell vorbei ist. Wenn sie schläft, kann ich nichts in normaler Lautstärke tun. Wenn sie mit jemandem im Wohnzimmer ist, ist sie akustisch quasi in meinem Zimmer. Wenn ich mittags verkatert aufwache (was das ein oder andere Mal eventuell vorkam *hust*), will ich ihr nicht direkt in die Arme laufen und einen dezent missbilligenden Blick ernten. Wenn ich mit jemandem spätabends kurz vorbeikomme und in leiser Stimme rede, wacht sie auf. GNAH.

Daher ziehe ich zum April also wieder aus und diesmal in ein kleineres Zimmer mit Fenster (yes!) und Balkon, in einem schönen Haus mit großem Wohnzimmer, großer Küche, schöner Terrasse - und 4 internationalen Mitbewohner Anfang 20 & sehr nettem Vermieterpärchen Ende 20 nebenan. Juhei! Ausführlicheres (und auch Fotos) dann demnächst.

Morgen, wie gesagt, also erster Unitag. Ich belege jetzt zwei Kurse, von denen einer drei- und einer vierstündig ist, und die mir beide hoffentlich als volle Module für Regionalstudien Lateinamerika am OSI anerkannt werden. Mein Stundenplan sieht fantastisch aus:

Montag 19-21 h: Historia Argentina
Dienstag 17-20 h: Transición, Crisis y Reforma: Los Nuevos Escenarios en América Latina
Mittwoch 19-21 h: Historia Argentina

und fertig! Dazu kommen anscheinend noch je ein privates (?) Tutorium pro Kurs die Woche - aber noch keine Ahnung, wie das aussehen wird. Erstmal bin ich jedenfalls zufrieden und kann mich in Ruhe meinen Hausarbeiten anderen Beschäftigungen widmen...

Ansonsten bisher alles gut. Es gab ein vierstündiges Manu Chao-Konzert unter freiem Himmel, deutschen Besuch auf der Durchreise, es gab die ein oder andere tote Kuh, die ein oder andere Party, die ein oder andere Flasche Pisco und vieleviele Flaschen Quilmes*. Ich war 2 Tage in Uruguay, zu denen es eventuell noch einen gesonderten Post mit Bildern geben wird, sobald ich die schönste Auswahl von allen betroffenen Speicherkarten habe.

Ich liebe Buenos Aires. Mittlerweile habe ich das Gefühl, mich hier gut auszukennen (gut, in den vier relevanten Stadtteilen eben) und fühle mich zuhause, wenn ich aus der Tür gehe und meinen Schlüsselbund in die Tasche schiebe und überprüfe, ob ich genug Münzen und Geduld für den colectivo habe oder lieber 6 Blocks zur Subte laufen soll - so Kleinigkeiten halt. Ich bin gespannt, wie es ab morgen wird, wenn es endgültig losgeht.

Wie immer einen lieben Gruß an alle - ich hoffe, ihr habt schöne Semesterferien. Schreibt mir, was bei euch so los ist und war, und ich will Karnevals- und Skifahrfotos sehen!

*Disclaimer: Die zu Illustrationszwecken verlinkten Fotos sind nicht meine, sondern creative commons von flickr.com...

Feb. 19th, 2009

ballon

Einsicht ist erste Schritt zur Besserung...

...und deshalb sind jetzt auch anonyme Kommentare freigeschaltet, sorry!

Wir sind umgezogen, allerdings leider nur in ein neues Hostel. Das wiederum ist in einem bunten, lebendigen Stadtteil, der endlich mal nach Lateinamerika aussieht! Und die Hostelbesitzerin nennt mich abwechselnd "corazón" oder "mi vida". :] Simons Zimmergenosse hat den klangvollen und zutiefst ecuadorianischen Vornamen Wellington, das wird mich noch einige Tage amüsieren.

Wohnungssuche ist in Arbeit, die Behördengänge mittlerweile auch. Bisher alles unkompliziert und - schön! Die Stadt gefällt mir immer mehr.

Anscheinend haben sich die Preise fürs Essen allerdings seit zwei Jahren quasi verdoppelt und sind damit zwar für mitteleuropäische Verhältnisse immer noch günstig, für hiesige aber wohl schockierend. Trotzdem, neues Hauptnahrungsmittel: Empanadas!

Viele Grüße ans verschneite Berlin, und viel Spaß beim Karneval wünsche ich natürlich :)

Feb. 16th, 2009

yay

erste Eindruecke

Buenos Aires ist heiss, dreckig und wunderschoen. Gestern mit tapferer Miene und vom Flug noch schmerzenden Beinen durch Recoleta und Palermo gelaufen - ich hab noch nie eine Stadt gesehen, in der sich die Haeuser stilistisch so voellig zufaellig und wahllos aneinander reihen, von Palaesten mit den filigransten Steinbalkonen in allen Zustaenden, von zerfallend bis auf Hochglanz poliert, ueber zehnstoeckige 70er-Jahre-Balkon-/Wintergarten-Haesslichkeiten mit Plastikoptik bis hin zu modernen, gerade hochgezogenen Wohnhaeusern mit viel Glas, dazwischen kleine ein- bis zweistoeckige Dinger, die an Kulissen aus Spaghettiwestern erinnern.

Unser Hostel liegt in Recoleta, das Zimmer ist winzig klein mit einem Etagenbett, Tisch und Stuhl, Van Goghs Rosenstrauss an der Wand, einem Ventilator, der ab Stufe zwei von fuenf gefaehrlich nah am Heruntersegeln ist, und einer nur durch einen Riegel, bei weitem aber nicht dicht zu schliessenden Balkontuer hoechstens zwei Meter ueber der vielbefahrenen Strasse, was die Lautstaerke nachts amuesant macht - ein Hoch auf Ohropax.

Hab ich erwaehnt, dass es heiss ist? Und so unglaublich schwuel. Aber in der ganzen Stadt riecht esw, neben Muell, auch nach Meer, obwohl das nicht mal so nah ist. Sommer! Und irgendwie habe ich immer noch Schwierigkeiten zu begreifen, dass ich nicht einfach irgendwo in Spanien bin, sondern in Argentinien, auf dem suedamerikanischen Kontinent, sehr weit weg von zuhause, und hier auch ein halbes Jahr bleiben werde. Jetzt gerade fuehle ich mich noch so urlaubsmaessig, als wuerde ich in zwei Wochen wieder fahren. Ha!

Die Uni, bzw. unsere Fakultaet, die FSOC, haben wir allerdings schon gesehen: Sie befindet sich im unheimlichsten riesigen, ausgesprochen absolutistisch anmutenden Block, den ich je gesehen habe, einem stillgelegten Krankenhaus mit langen, schwarzen Schatten unter den Fenstern, an den Waenden in Armhoehe Graffiti der "Frente Estudiantil Revolucionario", und einem Foyer, durch dessen Glastuer wir gelugt habem, auf den ersten Blick sehr ans Rote Café erinnert.

Und dorthin gehts jetzt los, zwecks vorsprechen. Man darf gespannt sein.

Feb. 11th, 2009

ballon

ladies and gentlemen:

des kaisers neue kleider!

oder: blog-versuch, klappe die x. herzlich willkommen!

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